Pulmonale Endarteriektomie (PEA)

Medizinische Illustration zur Pulmonalen Endarteriektomie (PEA) zur Behandlung von Chronischer thromboembolischer pulmonaler Hypertonie (CTEPH)

 

In dieser medizinischen Illustration wird der Eingriff der Pulmonalen Endarteriektomie erklärt. Die Pulmonale Endarteriektomie (PEA) ist ein chirurgischer Eingriff, der bei einer Chronischen thromboembolischen pulmonalen Hypertonie (CTEPH) durchgeführt wird. Bei diesem Krankheitsbild gelangen Embolien verschiedener Größe unbemerkt in die Pulmonalarterien (lat. Arteriae pulmonales). Dort verwachsen sie als Narbengewebe (Fibrose) nach einiger Zeit mit der Gefäßwand. Der Verlauf dieser Krankheit ist chronisch. Die Symptome reichen sowohl von Lunftnot bei einfachen körperlichen Anstrengungen als auch eine deutliche Dilatation der rechten Herzkammer. Um den Druck in den Pulmonalarterien wieder zu normalisieren muss das fibrotische Narbengewebe entfernt werden.

Die PEA ist eine Operation am offenen Herzen, die unter Kreislaufstillstand stattfindet. Um den Lungenkreislauf zu umgehen, wird der Patient hierbei an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Das Herz wird freigelegt, der Herzbeutel aufgeschnitten und Katheter werden in die Gefäße eingeführt. Die obere Hohlvene (lat. Vena cava superior) und die Aorta werden mobilisiert und gespreizt um Zugang zur rechten Pulmonalarterie (lat. Arteria pulmonalis) zu bekommen. Die Pulmonalarterien werden auf beiden Seiten geöffnet. Daraufhin wird die Fibrose wird mit einem Dissektionssauger manuell gelöst und anschließend entfernt. Durch den Eingriff wird der Druck in den Lungenarterien gesenkt, wodurch die Rechtsherzinsuffizienz behandelt werden kann.

 

Illustrationstechnik

Obwohl es schon viele medizinische Illustrationen zu den Themen Lungenembolie und Embolektomie existieren, so gab es bisher keine zusammenhängende visuelle Beschreibung einer Pulmonale Endarteriektomie. Grundlage dieser Arbeit war eine beobachtete Operation. Das Krankheitsbild der Chronischen thromboembolischen pulmonalen Hypertonie (CTEPH) ist selten und bei vielen Ärzten unbekannt, so dass es zu diesem Thema noch nicht viele Illustrationen gibt. Besondere Herausforderung bei dieser Arbeit war die Darstellung der komplexen Anatomie des Herzens und der Pulmonalarterien, sowie die Strukturierung dieses umfangreichen Eingriffes. Die Farbcodierung der einzelnen Gefäße war für die Orientierung wichtig, wobei die Pulmonalarterien in dieser Arbeit Violett dargestellt wurden, um sie besonders hervorheben zu können.

Verwendete Technik

Adobe Illustrator, Adobe Photoshop

Anwendungsbereich

Chirurgie, Patientenaufklärung

Fachbereich

Humanmedizin

Category
Medizinische Illustration, Wissenschaftliche Illustration